Bild Zollmuseum

AUFTRAG

ZEIGEN, WAS DER ZOLL MACHT

DAS SCHWEIZERISCHE ZOLLMUSEUM PRÄSENTIERT DIE AUFGABEN DES ZOLLS UND ERLÄUTERT DIE FUNKTIONEN VON GRENZE UND GRENZWACHE, HEUTE UND FRÜHER.

Das Bewirtschaften der Grenze hat für die kleine, eigenständige Alpenrepublik Schweiz Tradition. Diese ruft das Zollmuseum in Erinnerung, gleichzeitig zeigt es aber auch die Herausforderungen, denen der Schweizer Zoll heute, mit offenen Grenzen in Europa und globalem Handel, begegnet.

Aktuellen Themen widmet das Museum regelmässig Sonderausstellungen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Einprägsame, selbsterklärende Installationen und zahlreiche Kurzfilme in mehreren Sprachen führen die Besucherinnen und Besucher jeden Alters auf anschauliche Art und Weise in die Themen ein.

Das Museum ist vom 25. März bis 21. Oktober 2018 täglich geöffnet. CHF 5.- / 2.50 (6 bis 16 Jahre), Eintritt frei bis 6 Jahre.

Bild von Öffnungszeiten

HISTORISCHER RÜCKBLICK

EIN GRENZWACHTPOSTEN WIRD ZUM MUSEUM

DAS GEBÄUDE DES HEUTIGEN SCHWEIZERISCHEN ZOLLMUSEUMS IN CANTINE DI GANDRIA WURDE 1904 ERBAUT UND DIENTE BIS 1993 ALS GRENZWACHTPOSTEN.

Der erste Grenzwachtposten von Cantine di Gandria, das so genannte “rote Haus”, reicht weit zurück, bis ins Jahr 1853; für die Grenzwächter war damals nur begrenzt Raum vorhanden. Der erste Posten, der keinerlei Komfort bot, wurde deshalb 1904 durch einen grösseren Neubau in wenigen Metern Entfernung ersetzt. 1935 kam der Tessiner GWK-Offizier Angelo Gianola auf die Idee, einige leer stehende Räume dieses Gebäudes als Museum zu nutzen: Er forderte deshalb seine Kollegen auf, Gegenstände zu sammeln, anhand derer sich der Alltag der Grenzwächter veranschaulichen liess. In den ersten Jahrzehnten nach der Eröffnung im Jahre 1949 waren die Schmuggelwaren sowie die phantasievollen Verstecke und Transportmittel die Ausstellungsstücke, die am meisten Aufmerksamkeit erregten. Noch heute heisst das Zollmuseum deswegen im Volksmund das «Schmugglermuseum».

In den Siebzigerjahren wurde das Museum neu konzipiert und sein Sitz renoviert. Seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 1978 und bis heute ist die Sammlung kontinuierlich gewachsen. Das Museum veranstaltet auch Sonderausstellungen zu spezifischen Themen. Seit der Schliessung des Grenzwachtpostens im Jahr 1993 wird das ganze Gebäude als Museum genutzt.